Die kalifornische State Route 1 verläuft entlang fast der gesamten Küste des Bundesstaates, und die Strecke zwischen San Francisco und Los Angeles ist das, was man mit Pacific Coast Highway meint. Sie misst rund siebenhundertvierzig Kilometer und ließe sich in zehn Stunden abfahren. Das wäre Verschwendung.
Welche Richtung
Fahren Sie von Nord nach Süd. Die Spur in diese Richtung liegt auf der Meerseite, jeder Aussichtspunkt ist damit eine Rechtsabbiegung statt einer Linksabbiegung über den Gegenverkehr. Diese eine Entscheidung verändert die ganze Reise.
Tag 1 — San Francisco bis Monterey
Verlassen Sie die Stadt über die Golden Gate oder direkt die Halbinsel hinunter. Half Moon Bay, der Leuchtturm Pigeon Point und Santa Cruz füllen den Vormittag. Monterey hat das Aquarium — wirklich eines der besten der Welt — und die Cannery Row. Der 17-Mile Drive durch Pebble Beach kostet Maut und lohnt sich schon für die einsame Zypresse.
Tag 2 — Big Sur
Das Herzstück. Hundertfünfzig Kilometer Klippenstraße mit fast keiner Infrastruktur: die Bixby-Creek-Brücke, der Julia Pfeiffer Burns State Park mit dem Wasserfall direkt auf den Strand, die McWay-Bucht. Kraftstoff ist hier rar und teuer, tanken Sie also in Carmel. Der Mobilfunk verschwindet auf langen Abschnitten.
Tag 3 — von Hearst Castle nach Santa Barbara
William Randolph Hearsts Palast auf dem Hügel in San Simeon wird nur mit Führung und nach Voranmeldung besichtigt. Ein paar Kilometer nördlich ist die See-Elefanten-Kolonie bei Piedras Blancas kostenlos und liegt oft zu Tausenden im Sand. Danach Morro Bay, das dänisch geprägte Solvang als Abstecher und Santa Barbara zum Übernachten.
Tag 4 — hinein nach Los Angeles
Malibu, Santa Monica mit dem Pier, Venice Beach. Ab Oxnard verdichtet sich der Verkehr; legen Sie den letzten Abschnitt außerhalb der Stoßzeit, sonst dauert er drei Stunden.
Was schiefgehen kann
- Erdrutsche sperren Big Sur regelmäßig, mitunter monatelang. Prüfen Sie Caltrans vor der Abfahrt — eine Sperrung bedeutet einen langen Umweg ins Landesinnere.
- Küstennebel ist im Juni und Juli am dichtesten und kann die Aussicht ganz verschlucken; September und Oktober sind am klarsten.
- Unterkünfte in Big Sur sind knapp und teuer. Früh buchen oder in Carmel beziehungsweise Cambria übernachten.
- Ein Cabrio klingt richtig und ist kalt. Die Küste ist windig und selten warm.