Die amerikanische Küche ist eine faszinierende Mischung kulinarischer Traditionen, die Einwanderer aus der ganzen Welt mitbrachten und in der Neuen Welt anpassten. Vom Hamburger bis zum kalifornischen Sushi-Burrito — die US-Küche scheut sich nicht, Einflüsse zu vermischen.
Die Ikone der amerikanischen Küche ist der Hamburger — der Name stammt von deutschen Einwanderern aus Hamburg, die im 19. Jahrhundert auf New Yorker Jahrmärkten "Hamburg Steak" verkauften. Der Hot Dog stammt vom deutschen Frankfurter ab — heute wird er in jeder amerikanischen Stadt an Straßenwagen verkauft. Cheeseburger, BLT, Reuben-Sandwich und Pastrami on Rye aus New York sind Fastfood-Klassiker, die die Welt nachahmt.
Der amerikanische Süden ist ein Barbecue-Paradies — langsames Garen von Fleisch über Holzkohle für Stunden. South Carolina spezialisiert sich auf Pulled Pork mit Senfsauce, Texas auf Rinderbrisket mit trockenem Rub, Kansas City auf süße Ribs, Memphis auf Trockenrippen mit Paprika-Rub. Louisiana schenkt uns die Cajun- und Creole-Küche — Jambalaya, Gumbo, Po'boy-Sandwich, Crawfish Étouffée. Soul Food der Südstaaten sind Fried Chicken, Collard Greens, Mac and Cheese, Cornbread und Sweet Potato Pie.
Tex-Mex und das kalifornische Cal-Mex sind Grenzküchen — Chili con Carne, Tacos, Burritos, Quesadillas, Nachos, Guacamole. Heute gehören sie zu den beliebtesten Stilen in den USA. New Yorker Pizza — dünn, in der Hälfte gefaltet — konkurriert mit der Chicago Deep-Dish-Pizza (dicker Boden, Sauce oben). Vor dem Backen gekochte Weizenbagels, New York Style Cheesecake und Pastrami-Sandwiches von Katz's Delicatessen sind der Stolz des Big Apple.
Amerikanische Frühstücke sind reichhaltig: Pancakes mit Ahornsirup, Waffeln, Biscuits and Gravy, Grits (Maisgrütze), French Toast, Omeletts und Steak-and-Eggs. Der Diner — ein 24-Stunden-Autobahnrestaurant mit Chromhockern — ist eine amerikanische Institution der 1950er.
Getränke: Coca-Cola wurde 1886 in Atlanta vom Apotheker John Pemberton erfunden, Pepsi aus North Carolina, Dr Pepper aus Texas. Bourbon Whiskey aus Kentucky (95% der weltweiten Bourbon-Produktion), Craft-Biere (über 9.000 Kleinbrauereien), Weine aus Napa Valley und Sonoma konkurrieren mit französischen.
Die zeitgenössische amerikanische Küche umfasst Farm-to-Table (Alice Waters in Berkeley), Food-Truck-Kultur (koreanisch-mexikanische Tacos von Roy Choi in Los Angeles), Michelin-Restaurants (The French Laundry in Napa, Alinea in Chicago, Per Se in New York). Kulinarische Feiertage: Thanksgiving mit Truthahnbraten, Cranberry-Sauce und Kürbiskuchen; 4. Juli mit BBQ und Kartoffelsalat; Super-Bowl-Sonntag mit Chicken Wings, Nachos und Dips. Die amerikanische Küche ist keine einzige Tradition, sondern eine fröhliche Fülle vieler.