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US-Nationalparks, für die sich die Reise quer durchs Land lohnt

USAForAll Editorial · 20.06.2026

Die Vereinigten Staaten haben dreiundsechzig Nationalparks und mehrere hundert weitere bundesweit geschützte Gebiete. Sie unterscheiden sich enorm, und die berühmten sind nicht immer die besten. Es folgt eine kurze Liste jener Parks, die eine lange Anreise belohnen, und was jeden von ihnen von den übrigen abhebt.

Yellowstone

Der erste Nationalpark der Welt, 1872 gegründet, und noch immer der seltsamste. Er liegt auf einem aktiven Supervulkan, weshalb die halbe Oberfläche kocht — Geysire, Schlammtöpfe, heiße Quellen, gefärbt von hitzeliebenden Bakterien. Er hat außerdem die größte Dichte großer Säugetiere in den achtundvierzig Kontinentalstaaten: Bisons, Wapitis, 1995 wieder angesiedelte Wölfe sowie Grizzly- und Schwarzbären.

Grand Canyon

Anderthalb Kilometer tief, bis zu neunundzwanzig Kilometer breit, vom Colorado durch zwei Milliarden Jahre Gestein geschnitten. Der South Rim ist ganzjährig offen und trägt fast die gesamte Infrastruktur; der North Rim liegt dreihundert Meter höher, ist etwa von Oktober bis Mai schneebedingt geschlossen und bekommt ein Zehntel der Besucher. Ein Abstieg unter die Kante ist weit schwerer, als er aussieht — die schwierige Hälfte ist der Aufstieg zurück.

Yosemite

Granitwände, Wasserfälle und Riesenmammutbäume in Kaliforniens Sierra Nevada. Das Yosemite Valley ist klein und wird voll; die Wasserfälle führen im Mai und Juni am meisten Wasser und können bis August ganz versiegen. Das Hochland an der Tioga Road öffnet nur im Sommer, und dort wird der Park still.

Zion und die Parks Utahs

Der Süden Utahs versammelt fünf Nationalparks in wenigen Fahrstunden voneinander. Zion ist eine enge Schlucht, die man hinaufgeht, statt hinabzublicken. Bryce ist gar keine Schlucht, sondern ein erodiertes Amphitheater orangefarbener Felsnadeln. Arches, Canyonlands und Capitol Reef vervollständigen die von Amerikanern Mighty Five genannte Gruppe.

Die Übersehenen

  • Glacier (Montana) — die Going-to-the-Sun Road zählt zu den großen Bergstraßen, etwa Juli bis September befahrbar.
  • Olympic (Washington) — Regenwald, Berge und Pazifikküste in einem Park.
  • Great Smoky Mountains — der meistbesuchte Park des Landes, und der Eintritt ist frei.
  • Denali (Alaska) — eine einzige Straße von hundertfünfzig Kilometern, überwiegend für Privatautos gesperrt.

Praktische Hinweise

Der Jahrespass America the Beautiful deckt den Eintritt zu allen Bundesgebieten und rechnet sich nach drei bis vier Besuchen. Beliebte Parks verlangen im Sommer eine Zeitfenster-Reservierung — darunter Yosemite, Glacier, Arches und Rocky Mountain — die Wochen im Voraus online gebucht wird. Campingplätze innerhalb der Parks öffnen ihre Reservierung Monate vorher und sind binnen Minuten belegt.

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